From a Cthultists Yule Solstice Table (o. die inoffizielle Weihnachtsansprache des Präsidenten)

Das Jahr geht zu Ende,

RPC, Anrufung, zwei Ausgaben Cthulhus Ruf,
Untergrund-Band, Verbreitung der Lovecraft Gesellschaft
(mit mittlerweile dreistelliger Cthultisten Anzahl),
Lovecraft Werkschau auf dem Braunschweiger Filmfest,
Huans zweiter Film ist in der Mache,
etliche Podcasts mit Lovecraft Themen, etliche Cthuloide Salons
und natürlich das Erscheinen der leidlichen 7ten Edition.
Und im Januar 2016 folgt dann schon der „Gatsby“ im Harz.
Ganz schön viel Lovecraft was da gerade abgeht.

Weiter so.

Auch mein diesjähriger „Gabentisch“ ist sehr cthuloid® (offizielle Schreibweise!) bestückt.

DSCF5168-The Xothic Legend eine Lin Carter Anthologie (mein 11ter Band der Reihe, yeah!)
Die Chaosium Fiction Reihe birgt meiner Meinung nach noch immer einige großartige Geheimnisse und wird hier zu Lande eher wenig gelesen

-Das neue DART Hörspiel der HPLHS „A Solstice Carol“
Das Werk verbindet den Dickensian Aspect mit Lovecrafts kosmischem Horror.
Der erste Teil war ganz gut, weicht aber vom bewährten Rahmen der Reihe ab.

-Gary Myers, House of the Worm
Ich hab lange mit mir gehadert, aber jetzt habe ich mir eine noch original verpackte Erstausgabe aus Amerika bestellt, (leider noch nicht da, das Bild oben ist photomontiert ;-)). Für jeden Freund der Traumlande ein Muss, da hier einige weiterführende Geschichten zu finden sind, die im Cthulhu Quellenband zu den Traumlanden eingearbeitet wurden. Ich bin gespannt.

-Sailing on the Seas of Fate
Eine Erweiterung für Elric!/Stormbringer, auf die ich als braver Leser kleingedruckter bibliographischer Hinweise am Ende der Quellenbücher stieß. Das Buch lohnt sich aus generischer Sicht für viele Aspekte des Cthulhu Rollenspiels, mehr verrat ich nicht, da ich jetzt schon genug aus dem Nähkästchen geplaudert habe. Und was gibt’s bei euch?

Ausblick 2016 & beyond
2016 bringt dann zwar das Ende von Cthulhus Ruf in seiner jetzigen Form,
aber seid gewiss, dies ist nicht das Ende.
Ich höre die Ratten kratzen im Gemäuer, da kommt einiges.

Auf der RPC 2016 werden wir uns von euch ein letztes mal feiern lassen
und Cthulhus Ruf Ausgabe 9 und 10 mit der letzten Sammelmappe veröffentlichen.

Im August veranstalten wir dann zusammen mit der Orga der DCC
die Cthulhu Convention auf Burg Rieneck.
Das wird für das deutschsprachige Cthulhu Fandom wieder der Place-to-be sein.
Auf der Convention werden wir euch auch verraten, wie es mit Cthulhus Ruf bzw. der Lovecraft Gesellschaft weitergeht, wir werden ein Special im Gepäck haben!
Und wenn die Sterne richtig stehen, geht die Anrufung dann 2017 wieder nach Burg Hessenstein.

Auch 2016 wird die Lovecraft Gesellschaft die Zusammenarbeit mit anderen cthuloiden Projekten,
die gerade richtig schön anläuft, fortsetzen.
Wenn das alles gelingt, ist das Cthulhu Fandom vielleicht bald besser verlinkt als je zuvor.

Ich wünsche mir und allen Spielern, die auf Systeme nicht so viel Wert legen, dass das parallele Spielen mit zwei deutschen Systemen (von den ganzen englischen Derivaten und einer drohenden deutschen Achtung!Cthulhu Edition will ich gar nicht anfangen) nicht zu einer kompletten Spaltung des Fandoms führt, dass der gerade schroffe Umgangston im Forum z.B. und anderswo nicht dazu führt, dass man sich irgendwann mit den Arsch nicht mehr anguckt. Auch hier vernehme ich ein Kratzen im Gemäuer, allerdings kontraproduktiv.

Eine freundliche Zusammenarbeit aller, unabhängig von Systemen und Firmeninteressen ist hier gefragt. Denn was ein Rollenspiel zuletzt immer trägt und zusammenhält ist das Fandom.
Kein Verlag, kein System erhält ein Rollenspiel, sondern die Leute, die es spielen wollen und die Spielidee und das ist in diesem Falle:

Lovecraft und das kosmische Grauen und das seid ihr!

In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes Yulefest und Iäh Fhtagn 2016
Doc Shirmon Präsident der Lovecraft Gesellschaft

Bestellt den Untergrundband!

Wir wissen viele von euch warten schon lange darauf, jetzt ist es soweit!

Ihr könnt den Untergrundband bestellen: hier!

Achtung! Leider kann aus logistischen Gründen der Untergrundband nicht zusammen mit unseren anderen Produkten bestellt werden!

Letztes Jahr haben wir von Cthulhus Ruf gemeinsam mit Effective Evolutions einen Abenteuerwettbewerb für Cthulhu NOW ausgerichtet. Wir suchten frische Ideen, mutige Plots und natürlich klaustrophobischen Horror. Wir haben viele Einsendungen erhalten und danken allen Teilnehmern!

WettbewerbUntergrundSMALL

Zum Inhalt

Mit diesen drei Abenteuern habt Ihr uns gezeigt, was Cthulhu NOW für Euch bedeutet: Ungewöhnliche Orte, das Gefühl der Isolation und psychologischer Horror. Freut ich also auf …

Charlie‘s Game von P. Aura: Die Crew einer Bohrinsel in der Nordsee wird von einer uralten Macht unterwandert. Wird das Rätsel nicht rechtzeitig gelöst droht mehr als nur eine Umweltkatastrophe. (3. Platz)

Die Schlucht von Max Becker und Adrian Hamm: Zwei Menschen, in einem Canyon irgendwo in der Wüste gestrandet. Was ist geschehen? Wer wird zwischen Hitze, Blut und Scherben überleben? (2. Platz)

Surok B-11 von Stefan Eberhard und Gerald Siegel: In den Tiefen der Erde herrschen oft eigene Gesetze. Doch was dieses Team von Experten in einer stillgelegten russischen Mine finden wird, geht über ihren Verstand. (1. Platz)

Alle drei Abenteuer sind als One-Shots ausgelegt und enthalten spielfertige Charaktere.

 Bestellen!

Interview: Die Farbe aus dem All

Anfang November feierte der erste Teil von Andreas Hartungs Lovecraft-Adaption „The Colour Out of Space“ in Berlin Premiere. Die Deutsche Lovecraft-Gesellschaft unterstützt das beeindruckende Animationsfilm-Projekt, das jetzt über eine Crowdfundingkampagne zuende finanziert werden soll. Wir sprachen mit dem Comiczeichner und Illustrator. Er lebt und arbeitet in Berlin.

Du nennst deine Umsetzung von Lovecrafts „Die Farbe aus dem All“ eine Dark-Doom-Drone-Picture-Show. Was hat man sich darunter vorzustellen?

Am ehesten kann man es sich wohl als eine Art Dia-Show vorstellen, die von einem Soundtrack begleitet wird. Die Geschichte wird erzählt, in dem ein Bild einem anderen auf der Leinwand oder dem Bildschirm folgt. Der erste Teil ist jetzt fertig und rund zehn Minuten lang. Fünf Teile sollen es insgesamt werden.

Text oder Dialoge gibt es nicht?

Nein, nur im Titel und Abspann. Das ist das künstlerischer Konzept. Es ist eine ganz eigene Herausforderung, mit Rhythmus und Zeit zu arbeiten. Man kann zum Beispiel Bilder lang oder kurz zeigen und damit die Atmosphäre gezielt steuern. Außerdem kann man es so auf der ganzen Welt verstehen.

Für Lovecraft spielte die Sprache eine wichtige Rolle.

Ja, und oft wird sie belächelt, weil sie so manieriert ist. Aber er konzentrierte sich vollkommen auf die Wirkung einer Geschichte. Und das klappt gut, auch wenn es manchmal hart an der Lächerlichkeit vorbeischrammt. Genau deswegen funktionieren aber viele Lovecraft-Filmadaption außerhalb des Pulp-Kontext auch nicht, weil man den Tonfall nicht nachmachen kann. In dem wir auf Sprache verzichten, geraten wir gar nicht in die Gefahr, an dieser Klippe zu scheitern.

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Wie bist du auf die Idee zu dem Projekt gekommen?

„Die Farbe aus dem All“ war schon immer eine von meinen Lieblingsgeschichten von Lovecraft. Sie ist eine seiner düstersten, ein langsamer lavaartiger Strom, der alles mit sich reißt. Als ich beim Zeichnen eine Lesung auf CD gehört habe, bekam ich Lust, Bilder dazu zu entwerfen. In der Geschichte geht es stark um Natur, die sich verändert. Aufgeblähte Insekten, Äste, die sich bewegen. Das hat mich fasziniert. Ursprünglich sollte das Ganze ein Buch werden. Damit habe ich dann vor über fünf Jahren auch angefangen. Dann zeigte mir eine Freundin aber ein eine Internetreportage, in der sich Foto und Film mit Musik vermischten. Als journalistisches Format fand ich das bescheuert, aber für ein Kunstprojekt fand ich es spannend. Mir war außerdem schnell klar, dass meine Idee nicht schnell auf 100 Seiten abgehandelt wäre, und ich wollte mir ersparen, nach fünf Jahren Arbeit mit einem 1000-seitigen Bilderbuch ohne Text für Erwachsene bei einem Verlag vorstellig zu werden, damit die mir sagen, dass sie so etwas nicht verlegen können. Am ersten Teil der „Picture Show“ haben wir jetzt ein gutes Jahr gearbeitet.The-Colour-out-of-Space-Web-1

Wie viele Leute sind beteiligt?

Der harte Kern besteht neben mir noch aus zwei befreundeten Musikern, Daniel Siegmund und David Frikell, die als „Dunwich Orchestra“ den Soundtrack komponiert haben. Ich mache keine Musik, sondern gebe nur dramaturgischen Input und sammle Geräusche. Ich sage dann zum Beispiel: „An dieser Stelle brauchen wir nur harte Gitarren.“ Oder: „Hier muss es ein wenig leiser werden.“

Warum hast du dich beim Soundtrack für Metal entschieden?

Es ist eigentlich kein Metal. Am Anfang hört man auch recht viel Americana. Ich würde es als eine Mischung aus Folk, Soundscapes und Drone bezeichnen. Bands wie Earth höre ich auch privat sehr gerne. Neben der Musik gibt es auch noch Geräusche. Insektensummen zum Beispiel. Aber nie eins zu eins. Also dass man auch ein Windrad knarren hört, wenn man eines sieht.

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Wie und wann bist du zu Lovecraft gekommen?

Mit ungefähr 18 Jahren, über die Bücher. Die erste Geschichte war „Die Berge des Wahnsinns“, aber ich weiß nicht mehr, wie ich daran gekommen bin. Diese Perspektive, die sich auftut, wenn die Forscher zum ersten Mal das verborgene Plateau entdecken, ihre Winzigkeit im Angesicht des Unbegreiflichen, das hat mich schon geängstigt und nachhaltig beeindruckt. Mehr noch als die Mythos-Geschichten mit Necronomicon und Co., die ich später gelesen habe.

Hast du dir andere Umsetzungen angesehen? Zum Beispiel Huan Vus Film „Die Farbe“, der auch von der Lovecraft-Gesellschaft gefördert wurde?

Nein. Ich habe das bewusst nicht gemacht, weil ich meine Vision umsetzen will. Wenn du dir andere Sachen anschaust, dann fängst du zwangsläufig an, damit zu arbeiten. Dann verzichtet man auf eine gute Idee, weil jemand anderes sie auch schon hatte.

Hast du dir künstlerische Freiheiten genommen beim Adaptieren genommen?

Nicht radikal. Aber ich habe zum Beispiel die erste Erzählebene gestrichen. Bei mir geht es direkt in die Geschichte. Kürzen musste ich natürlich etwas. Aber ich wollte die Geschichte adaptieren, weil sie mir gefällt. Also schreibe ich da jetzt sicher keine Liebesgeschichte rein.

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Wie geht es nach der Premiere jetzt weiter?

Mit Teil 2. Ein Storyboard gibt es schon und parallel zur Premiere startet eine Crowdfunding-Kampagne um Studiokosten, die Webseiten und im Idealfall auch uns eine zeitlang zu finanzieren, damit wir uns darauf konzentrieren können. In der Comicszene erlebt man ja häufig, dass der zweite Teil von etwas ewig auf sich warten lässt, weil die Leute noch nebenher Geld verdienen müssen. Aber das ist zu lang. Es soll jetzt Schlag auf Schlag weitergehen.

Das Interview führte Moritz Honert

Links zum Projekt:

Webseite:
FB:

Ankündigung: Sammelmappe 4

Am 23.11. erscheint nicht nur unsere Ausgabe #8, sondern auch die nächste Sammelmappe, in der diese zusammen mit der #7 standesgemäß aufbewahrt werden kann. Natürlich wie immer streng limitiert!

Sammelmappe4

Außerdem enthält die Sammelmappe 4 folgendes Zusatzmaterial:­

  • Regelerweiterung: Tiergefährten für Cthulhu Piraten
  • Regelerweiterung: Säbelrasseln in 1001er Nacht
  • Ein Satz Spielkarten für das Säbelrasseln in 1001er Nacht
  • 4 Spielercharaktere im Visitenkartenformat zum Ausschneiden (für 1001 Nacht)
  • New Albion: ein One Page Dreampunk Schauplatz für Cthulhu Gaslicht

Sammelmappe 4 gibt es samt Zusatzmaterial für nur 4€ und wird per Hand nummiert. Nur so lange der Vorrat reicht!

Ankündigung: Ausgabe 8

ERSCHEINT AM 23.11.!

Wir machen Dampf: Die nächste Ausgabe steht in den Startlöchern um euch über den Winter hinweg einzuheizen. Unser Dank geht dabei auch an die Kollegen bei Cthulhu Reborn, mit denen wir eine produktive Kooperation eingehen konnten. Wir freuen uns drauf – Ihr auch?

Cover 8

Mit Ausgabe 8 haben wir uns die Hände schmutzig gemacht und die Schrecken der Industrie erforscht. Wo der Mensch zum Sklaven gewaltiger Maschinen wird, ist auch der Cthulhu-Mythos nicht weit. Diesmal haben wir euren Wunsch nach einem langen und anspruchsvollen Abenteuer erhört: Euch erwartet ein episches Szenario in den Alpträumen der Industriellen Revolution, sowie natürlich jede Menge weiteres cthuloides Spielmaterial.
Hier der Inhalt von Ausgabe 8:

Summ Bienchen Summ (Szenario, USA, NOW)
Ein typisches amerikanisches Großraumbüro. Winzige Arbeitsplätze, in denen die Angestellten eingepfercht sind. Stereotype Verkaufsgespräche per Telefon. Irgendwo summt ein Insekt. Die Nerven liegen blank. Es summt und summt. Und irgendwann zwischen dem zweiten und dem dritten Kaffee packt dich der Wahnsinn. Ein Abenteuer um die Schrecken des Alltags.
von Mirko Bader

Der Maschinenkönig (Szenario, Großbritannien, Gaslicht)
London ist das Herz der Maschinen. Sie sie sind es, die die Macht des Empires stützen. Aber haben die Maschinen nicht viel eher die Menschen versklavt, denen sie die Freiheit bringen sollten? Und haben Maschinen nicht vielleicht ihre eigenen grausamen Pläne und Träume?
Ein episches Abenteuer um die Schrecken der Industriellen Revolution.
von Geoff Gillan und Dean Engelhardt

Geheimis der Elemente
Um dem Qualm der Fabriken und dem Lärm der Städte zu entgehen, suchen immer mehr Menschen nach den heilsamen Kräften der Natur. In Feuer, Wasser, Erde und Luft sollen verborgene Kräfte ruhen, die nur befreit werden wollen. Dieser Artikel über die Naturheilkunde in den 1920er Jahren schickt eure gestressten Charakteren zur Kur.
von Carsten Pohl

End Times – The Reaping
Was geschieht, wenn die Sterne endlich richtig stehen und das cthuloide Ende der Welt hereinbricht? In diesem Artikel über das Post-Apokalyptische Setting wird dazu Mike Mason interviewt, Chefredakteur bei Chaosium. Was erwartet uns in dieser düsteren Zukunft – und wie spielt man eigentlich ein Spiel, nachdem es zu Ende ist?
von Volker Rattel

Im Tatort Stillgelegt von Simon Reitenbach müssen sich die Ermittler durch eine stillgelegte Fabrik arbeiten, um eine schreckliche Mordserie aufzuklären.

Vor der Küste Japans liegt Hashima, die „Kriegsschiff-Insel“, ein verfallenes Industriemonument. André „Seanchui“ Frenzer hat ihre Fragmente des Grauens aufgespürt.

Die Vereinsseite der Deutschen Lovecraft Gesellschaft fragt: „Quo vadis?“ Wo geht es hin, und wie könnt ihr mitmachen? Hier erfahrt ihr es!

In der ganz besonderen Kolumne Flüstertüte wird Christoph Maser zum Serientäter: Er erklärt, was man von bewegten Bildern fürs Plotten lernen kann und warum ihr für Cthulhu zu Drehbuchschreibern werden solltet.

Den Charakter der Ausgabe hat sicher jeder schonmal gesehen: Der Flaschensammler durchstreift die Stadt, immer auf der Suche nach Glasflaschen. Stefan Droste und Daniel Neugebauer waren ihm auf der Spur und verraten sein Geheimnis.

Im Archiv #8 erwartet euch ein Reiseführer in Das Reich des Maschinenkönigs. In diesem Zusatzheft finden sich zusätzliche Hintergrundinformationen und optionale Regelerweiterungen zum Gaslicht-Abenteuer „Der Maschinenkönig“. Damit kann der Spielleiter das Szenario zu einem Kampagnensetting erweitern und den Besuch in der Dimension der Industrie zu einem wahrhaft unvergesslichen Erlebnis werden lassen.
Cover Archiv 8

Ausgabe 8 wird 80 Seiten (+16 Seiten DinA5) umfassen und für 8€ (zzgl. Versand) zu haben sein.

ERSCHEINT AM 23.11.!